Insektenhaus

Das Insektenhaus im Museum

Am Ende der Sonderausstellung im Naturkundemuseum Kassel ist auch ein Prototyp des Insektenhauses zu sehen. Abgesehen davon lohnt sich die kubanner_ausgesummtrzweilige und vielseitige Ausstellung zum Insektensterben.

http://www.naturkundemuseum-kassel.de/museum/sonderausstellung/index.php

Das ideale Insektenhaus

Eines unserer ersten Häuser als Prototyp und weit ab vom falschen Standard aus den Baummärkten:

Alle Zapfen beseitigt, da diese zwar von Ohrenkneifern genutzt werden, diese wiederum  Insektenlarven fressen. Diese Fächer und die Strohfüllung wurden mit Holzscheiten gefüllt. Die Löcher im Holz müssen sauber ins Längs-/Querholz gebohrt und geschliffen sein, damit die Tiere sicIH-Prototyp_Museumh nicht die Flügel zerreißen. Ebenfalls könnten Steinen und Erd-Sand-Gemisch eingesetzt werden, bspw. für Mauerbienen.

Die Schilf- und Bambusröhrchen sind mit ein wenig Lehm an der Rückseite der Wand befestigt, dass die Vögel die Halme nicht rausziehen, oder diese alternativ mit Gitter und kleinen Hölzchen geschützt. Bestenfalls sind diese leicht nach unten ausgerichtet, dann kann das Regenwasser noch besser abtropfen.

An den Seiten könnten noch verschiedene markhaltige Stängel herab hängen, wo sich ebenfalls Insekten eingraben.

Insektenhäuser_Auswahl-BTZ

Und jedes Haus darf anders ausschauen. Hier ein kleiner Einblick  was die TeilnehmerInnen des BTZ noch gebastelt haben:

Bildungsmaterialien

www.umwelt-im-unterricht.de/unterrichtsvorschlaege/eine-welt-ohne-bienen oder bei www.deutschland-summt.de

und Hintergrund zu Kassel als insektenfreundliche Stadt: bienen.hessen.de

80 Orte für neue Insektenhäuser gesucht

Es wird zwei Versionen der Nisthilfen geben: eine größere Variante und eine kleinere Version. Es ist wichtig zu wissen wo es aufgehängt oder montiert werden kann. Es gibt bereits 20 verteilte Häuser. Wer sich beteiligen möchte an dem Projekt Insektenhotels, schicke eine E-Mail mit Bild und Angaben zum  Standort.

Der passende Standort:  Insekten lieben die Sonne und ihre warmen Strahlen, daher sollten Sie das Insektenhaus in östlich/südlicher Richtung aufstellen. Durch die Wärme am Morgen kommen die Insekten in der Frühe in Schwung, und nach einem Regenschauer können die Insekten wieder schneller trocknen und bleiben so gesund. Das Sonnenlicht macht die Insekten viel aktiver.  Ein weiterer Grund für die südliche Ausrichtung des Insektenhauses sind die Larven der Insekten. Diese brauchen viel Wärme um im Frühling überhaupt schlüpfen zu können. Also beim Aufstellen darauf achten, dass die Sonne möglichst den ganzen Tag auf das Insektenhotel scheinen kann. Allerdings sollten diese in ihrem Haus durch die Mittagshitze nicht „gebraten werden“.

Dauerhafter Regen von der Nordwestseite lässt Füllmaterialien schimmeln. Das ist ungesund für die Bewohner und kann ihnen großen Schaden anrichten. Auch können die Eier der Wildbienen in den Niströhren zu schimmeln beginnen, wenn es ständig feucht im Insektenhaus ist. Um zu verhindern, dass die Einflugschneise der Insekten von Schlingpflanzen wie der Winde zu gewuchert wird, sollten das Insektenhaus ca. 50cm oder höher vom Boden entfernt aufgestellt sein.

pollinator gardenNatürlich muss neben perfekten klimatischen Bedingungen auch für ausreichend Nahrungsangebot wie in der Nähe von blühenden Pflanzen und Bäumen gesorgt werden.

(Quelle: https://tinyurl.com/ybuwfz5o)

Die meisten Insekten legen Ihre Brut im März/April ab, wenn es warm genug ist. Wenige Arten wie Schwebfliegen im Herbst.

Da die Bezeichnung Insektenhotels eigentlich irreführend ist, da diese längere Zeit brauchen um sich einzunisten (1-2 Jahre) kann nur von der Bezeichnung Insektenhotel zukünftig Abstand genommen werden.

Hier ein paar spannende Beispiele wie die Häuser/Nisthilfen ausschauen können:

100 neue Insektenhäuser für Bienen, Schmetterlinge und Co.

Die Essbare Stadt Kassel wird um 100 Insektenhäuser und ihre Bewohner reicher! Sie werden an grünen Orten wie den Gemeinschaftsgärten, Streuobstwiesen und Parks sowie auf Grünflächen bei Schulen, Kindergärten und soziokulturellen Zentren ihr Zuhause finden.

Mit Blick auf die Problematik des Insektensterbens freut sich der Verein Essbare Stadt e.V. besonders, mit den Insektenhäusern einen Beitrag zum Erhalt der Insektenwelt und einer lebendigen Stadtlandschaft stiften zu können. Eine blühende, essbare und nachhaltige Stadt braucht Insekten.

Die Insektenhäuser werden von Teilnehmer_Innen eines beruflichen Bildungszentrums, das Berufliche Trainingszentrum Kassel, in Kooperation mit unserem Verein gebaut. Das auf den Umweltschutz ausgerichtete Projekt hat darüber hinaus sozial-gesellschaftliche Aspekte, beispielsweise durch die Einbindung von Personen, die kreativ an der Gestaltung mitwirken und die verstärkte Sichtbarkeit der Arbeit des Bildungszentrums in der Öffentlichkeit. Die Insektenhäuser bestehen komplett aus Naturmaterialien bzw. biologisch 100% abbaubaren Materialien. Das Grundgerüst bildet ein Holzrahmen, der mit unterschiedlichen Materialien wie Ziegeln, Hölzern, Stroh/Schillf/Bambus oder Ton den verschiedensten Insekten Nistplätze bietet. Für ein Insektenhaus sind mit 30-50€ für Material und Herstellung zu rechnen, wovon mindestens 100 Stück gebastelt und verteilt werden wollen.

Artikel Insektenhotel XtraTip 27.12.2017

Wir werden die Entwicklung der Insektenhäusern an dieser Stelle begleiten und dokumentieren, so dass sich immer wieder einmal ein Blick auf die Webseite der Essbaren Stadt Kassel lohnt, um den Verlauf des Projektes langfristig zu verfolgen.

Vielen Dank an den/die Gewinner/in für die Auswahl und Unterstützung des Projektes!

Weitere Einsichten zur Umweltlotterie und den Gewinner-Projekten:

https://www.genau-lotto.de/gewinner-projekte/